Wissenschaftlicher Name
Erucastrum gallicum (Willd.) O. E. Schulz
Synonyme
Erucastrum pollichii K. F. Schimp. & Spenn.
Deutscher Name
Französische Hundsrauke
Familie
Brassicaceae (Kreuzblütengewächse, Kreuzblütler)
Beschreibung
Ein- bis zweijährig, Stängel aufrecht, verzweigt, bis 60 cm hoch, besonders unten mit rückwärts gerichteten Haaren. Blätter fiederlappig, unterste oft leierförmig, mit je 4–8 Abschnitten pro Seite. Blüten mit 4 blaßgelb-weißlichen Kronblättern, diese bis 9 mm lang. Kelchblätter 4–5 mm lang, oft etwas behaart. Frucht eine bis 5 cm lange Schote mit 2–3,5 mm langem Schnabel. Blütezeit: Mai–Oktober.
Status
Alteinwanderer (Archäophyt), RL HE 3, RL H SW 3.
Ökologie
Licht- und wärmeliebend, auf meist nährstoffreichen Standorten, v. a. in offenen Ruderalgesellschaften, in Hackfruchtäckern, auf Bahnhöfen, Schuttplätzen etc.
Alte Angaben sind oft nicht eindeutig, da die Art mit anderen Kreuzblütlern, z. B. dem heute im Gebiet verschollenen Diplotaxis muralis verwechselt wurde. Sie scheint jedoch im 18. und 19. Jh. regelmäßig vorgekommen zu sein, noch Burck (1941) nennt sie „nicht selten“. Seit der 2. Hälfte des 20. Jh. sehr selten geworden. Dechent et al. (1991) geben 4 Funde an. Aktuell ist kein Vorkommen in Frankfurt bekannt.
Burck, O. (1941): Die Flora des Frankfurt-Mainzer Beckens. II. Phanerogamen <Blütenpflanzen>. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 453: 1–247. * Dechent, H.-J., Kramer, H., Peukert, M., Redeker, H. & Böffinger, A. (1991): Floristische Beobachtungen aus dem Stadtgebiet Frankfurt am Main. Bot. Naturschutz Hessen, 5: 70–100.