Wissenschaftlicher Name
Orobanche caryophyllacea Sm.
Synonyme
Orobanche vulgaris Poir.
Orobanche galii Duby
Deutscher Name
Gewöhnliche Sommerwurz, Gewürznelken-Sommerwurz, Nelken-Sommerwurz
Familie
Orobanchaceae (Sommerwurzgewächse (i. w. S.))
Beschreibung
Schmarotzer. Stängel um 40 cm hoch, unverzweigt, oben spärlich mit Schuppenblättern besetzt. Blüten in dichten, meist reichblütigen Ähren. Kelch zweispaltig, einzelne Hälften frei oder geteilt. Krone 20–30 mm lang mit weiter Röhre, hellbraun-violett, mit hellen Drüsenhaaren. Staubfäden 1–2 mm über dem Kronengrund ansetzend, bis zur Mitte stark behaart, oben drüsenhaarig. Narbe purpurn bis bräunlich. Parasitiert auf Galium-Arten.
Status
RL Hessen 3, RL H SW 3. – Rückläufig durch die Intensivierung der Grünlandnutzung und die Nutzungsaufgabe von Magerrasen oder deren Umwandlung in Siedlungsflächen, Wald oder Äcker.
Ökologie
In Wiesen und Magerrasen, an Wegen und in Säumen auf vorwiegend kalk- und etwas nährstoffreichen Böden.
Becker (1827) gab die Art für Seehof (in Sachsenhausen Beleg von 1817), Lerchenberg (Lerchesberg) und Kettenhof (im Westend) an. Vom Lohrberg liegen verschiedene Belege aus dem 19. Jahrhundert vor. 1980 stellte K. P. Buttler sie im Naturschutzgebiet „Am Berger Hang“ fest. Auf den Mainwiesen bei Sindlingen gelangen T. Gregor 1993 Funde teilweise individuenstarker Populationen.
Die Bestimmung von Orobanche-Arten ist generell schwierig. Literaturangaben können meist nur dann übernommen werden, wenn sie durch Belege gestützt werden.
Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. – 509 S. Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828“.